WM-Real Immobilien und seine fremdsprachigen Großflächenwerbungen

Werbetafel passend zur Landesausstellung 2011

(Hainburg – NÖ) Im August 09 berichteten wir über die Errichtung einer Großflächenwerbung auf Metallkonstruktion innerhalb des Ortsgebietes auf der Landstraße 53 (B9) für die Firma WM-Real Immobilien GmbH, die laut Aussage der Bauamtsleiterin Frau M. EDLINGER illegal errichtet worden sein sollte. Wegen Beschwerden aus der Bevölkerung und der Veröffentlichung unserer Reportage war dann offensichtlich Handlungsbedarf bei den verantwortlichen Stellen und Personen im Rathaus gegeben. Im Zuge des ordentlichen Verfahrens wurde den Anrainern dann im Nachgang die Möglichkeit eingeräumt, ggf. Einwendungen zu bekunden. Diese sprachen sich jedoch nicht gegen die Errichtung aus, sondern in einem Fall beschwerte sich eine Anrainerin laut Angaben vertraulicher Quellen innerhalb des Rathauses darüber, daß die Stadtverwaltung erst NACH Fertigstellung der Riesentafel die Anrainer um ihre Meinung befragten. Befremden und berechtigte Kritik löste dies aus, gefolgt von der legitimen Frage, was das für Vorgangsweisen seien – erst ein Bauwerk errichten zu lassen und dann nach Vollendung die Anrainer zu befragen.

Obwohl die Baubehörde 1. Instanz, die Stadt Hainburg/Donau, das As des Ortsbildes gem. § 56 NÖ Bauordnung im Ärmel hatte und dieses jederzeit hätte ausspielen können, um die Großflächenwerbung wieder abbauen zu lassen, wurde diese Karte nicht gespielt. Verwundern sollte diese Unterlassung nicht, wenn man wie unsere Redaktion darüber vertraulich von Beteiligten informiert wurde, daß bevor der Fall der Werbetafel von WM-Real Immobilien an die Öffentlichkeit gelangte, sowohl aus dem Bauamt als auch von Bürgermeister Karl KINDL (ÖVP) fernmündlich „Grünes Licht“ gegeben wurde – da ist es halt dann im Nachgang „etwas schwierig“ sich gegen das Bauwerk auszusprechen. Die Einspruchsfrist für die Anrainer endete am 2. September, wie uns Frau EDLINGER mitteilte.

Werbung für den Durchzugsverkehr in die Slowakei "bereichert" nun das Stadtbild von HainburgWerbung für den Durchzugsverkehr in die Slowakei „bereichert“ nun das Stadtbild von Hainburg

Summa summarum: die Aufregung der Bürger und auch unsere Reportage kamen zu spät – ignorieren des allgemeinen öffentlichen Interesses und Freunderlwirtschaft übertrumpften die rechtlichen Erfordernisse und ein ordentliches Verfahren, das vor Errichtung hätte stattfinden sollen. Welcher Bürger ist schon interessiert daran, auf etwa 5x2m Größe eine Werbung (die er nicht einmal lesen kann!) bei der Einfahrt zum Stadtzentrum vor Augen geführt zu bekommen. Andere Städte und Gemeinden bemühen sich im Vorfeld der Landesausstellung, die 2011 in der Region abgehalten wird, um ein einladendes Gesicht, was der ÖVP-Regierung in Hainburg nicht gerade attestiert werden kann.

Das war allerdings nicht das letzte Kapitel betreffend die unterschiedlichen Werbungen von Geschäftsführer W. MALIK von WM-Real Immobilien, wie Sie in Kürze erfahren werden.

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Update 21.9.09: Weitere Großflächenwerbung von WM-Real Immobilien an der B9 ist nicht bewilligt