Ausblick auf die Landesausstellung 2011 “Erobern und Entdecken” im 3. Regionalforum

Römerland Carnuntum

Für den 22. September 09 hatten die Verantwortlichen und Träger der Niederösterreichischen Landesausstellung 2011 zum 3. Regionalforum in der Kulturfabrik Hainburg geladen. Die Landesausstellung, die unter dem Titel „Erobern und Entdecken“ im Römerland Carnuntum abgehalten werden wird, sollte jedoch durch das Wort „Römerland“ nicht zur Fehlannahme verleiten, daß es sich inhaltlich nur um die Zeitspanne der Römer handeln würde, sondern diese Epoche nur eines der zu behandelnden Segmente darstellen wird.

Die Hauptausstellungen finden in den Gemeinden Hainburg/D., Bad Deutsch Altenburg und Petronell-Carnuntum statt, die an diesem Präsentationstag durch die Bürgermeister Karl KINDL, Josef GITTEL und Ingrid SCHEUMBAUER vertreten waren. Im Zuge dieses internationalen Großereignisses, werden den Besuchern die bedeutenden geschichtlichen und wissenschaftlich fundierten Inhalte der Kommunen, entsprechend ihrer jeweiligen kulturellen Geschichte, auf unterschiedlichste Art und Weise präsentiert. Während sich Petronell-Carnuntum und Bad Deutsch Altenburg schwerpunktmäßig der Antike widmen, wird das schon als Mittelalterstadt bekannte Hainburg an der Donau, deren Bevölkerung im Verlauf der Türkenkriege beinahe vollständig ausgerottet wurde, diese Thematik herausarbeiten. Wie breit sich das Spektrum von Erobern und Entdecken jedoch bis in die Neuzeit ziehen läßt, soll dieses Beispiel aufzeigen: wer weiß denn schon, daß der als Pionier der Rohrpost bezeichnete Franz Ritter von Felbinger (1844 – 1906) geborener Hainburger war?

In Petronell-Carnuntum entsteht derzeit ein wahrlich beeindruckender Originalnachbau eines römischen Thermenbades (siehe Foto oben), das nach seiner Fertigstellung voll funktionsfähig sein wird.

Geschäftsführer Bernhard Fischer vom Römerland Carnuntum bei der ProjektvorstellungGeschäftsführer Bernhard Fischer vom Römerland Carnuntum bei der Projektvorstellung

Bernhard FISCHER, Geschäftsführer vom REV Römerland Carnuntum, zeigte an diesem Abend drei Beispiele von Veranstaltungen aus den Trägergemeinden auf. Für Petronell-Carnuntum wurde das Rahmenprogramm für Kinder, für Bad Deutsch Altenburg die Gesundheits- und Bewegungsarena und für Hainburg/D. der Mittelaltermarkt vorgestellt. FISCHER zu dem Mittelaltermarkt in Hainburg: „Es hat 1990 schon einen historischen Stadtmarkt gegeben.“ Tatsächlich war der „Historische Stadtmarkt“ in Hainburg ein fixer Bestandteil des Veranstaltungskalenders, der über ein Jahrzehnt hindurch alljährlich abgehalten wurde, und bedauerlicher Weise Mitte der 1990er Jahre wegen innerbetrieblicher Zerwürfnisse nicht mehr zur Durchführung kam.

Es bleibt zu hoffen, daß die Bevölkerung in der Region die Chancen und das Potential der Landesausstellung 2011 für die gesamte Region erkennt und ihr diese auch vermittelt werden.

Aufklärungs- & Informationsarbeit innerhalb der teilnehmenden GemeindenAufklärungs- & Informationsarbeit innerhalb der teilnehmenden Gemeinden

Es bedarf aus unserer Sicht noch intensiver Öffentlichkeitsarbeit um diese Sensibilisierung zu erreichen, denn nur unter aktiver Teilnahme jedes einzelnen Bürgers im Rahmen seiner Möglichkeiten kann der Erfolg und die Nachhaltigkeit eines Projektes, das mit einem pulsierenden Herzen verglichen werden kann, am Leben erhalten werden. Bei der gegenwärtigen Landesausstellung im Waldviertel haben über 800 Veranstaltungen die Landesausstellung begleitet – dies zeigt sehr deutlich auf, daß Hauptträger sehr wohl vernünftige Rahmenbedingungen schaffen und einrichten können, aber wenn sich Politiker und Bürger der Region zum überwiegenden Teil darauf beschränken, in zurückgelehnter Haltung zu konsumieren, zu beobachten, und unkonstruktiv zu kritisieren, wird eine Chance vertan, die keinesfalls wiederkehren wird.

Lassen Sie uns gemeinsam teilhaben und teilnehmen, auch wenn die Zeit schon langsam knapp wird! Richten Sie sich darauf ein, daß die Region nicht mehr nur als umweltbelastete Durchfahrtstrecke nationale Bedeutung und Bekanntheit hat, sondern daß wir etwas zu bieten haben und zu bieten haben werden, das weit über die Grenzen hinaus Menschen den Anreiz bieten wird, unsere Region zu besuchen, um die Einzigartigkeit zu erfahren, die wir zusammen mit unserer wunderbaren näheren Heimat darstellen können.

Wir als Medium werden unseren Beitrag dazu leisten, nach Gesichtspunkten eines tatsächlich unabhängigen Journalismus Ihnen sowohl im Vorfeld als auch veranstaltungsbegleitend sachliche Informationen und Berichterstattung zu liefern. Wir freuen uns auf die Landesausstellung 2011, die wir auch als Brückenschlag zu unseren Nachbarn aus der Slowakei erachten. Mögen Menschen einander zahlreich in unserer Region begegnen, Verbindungen und Freundschaften entstehen, und sich daraus eine Nachhaltigkeit entwickeln, die über Generationen getragen wird!

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