Verantwortungsbewußtsein wird von Frächtern der Hollitzer Baustoffwerke gefordert

gefährlicher Straßenzustand

(Bad Deutsch AltenburgHainburg) Fahrzeuglenker, die regelmäßig die B9 am Kreisverkehr bei der Donaubrücke (B49) frequentieren, sind Bilder eines Straßenzustandes bei dem Steine quer über die Fahrbahn verstreut liegen nicht unbekannt. Einen derartigen Zustand haben auch wir wahrgenommen und dokumentiert. Im Zuge eines längeren Beobachtungszeitraumes haben wir die Feststellung gemacht, daß das Verlieren des Baumateriales nicht immer auf eine unangemessene Fahrgeschwindigkeit der LKW-Fahrer zurückzuführen ist, sondern auch auf das Beladevolumen.

verlorenes Ladegut im Kreisverkehr B9 - Donaubrückeverlorenes Ladegut im Kreisverkehr B9 – Donaubrücke

Oftmals stehen Lastkraftwagen, die bei den Hollitzer Baustoffwerken (Unternehmen von CEMEX Österreich) beladen wurden, auf dem nächst dem Betriebsstandort befindlichen Gewerbegebiet von Bad Deutsch Altenburg. Dort gönnen sich die Lenker eine Pause. Bei mehreren Lokalaugenscheinen an dem Pausenstandort war eine mögliche Ursache für das Verlieren der Ladung während des Transportes zu erkennen. Steine werden gelegentlich auch bis über die Höhe der Bordwandkante hinausgehend geladen. Kommt es dann während der Fahrt, beispielsweise bei einem Ausweichmanöver oder wie im Falle des Kreisverkehrs, selbst bei niedriger Fahrgeschwindigkeit auch nur zu einem geringfügigen Verrutschen der Ladung, dann fliegen die Steine über die Bordwandkante auf die Fahrbahn.

Das Baumaterial wurde über die Höhe der Bordkante des LKW geladen - Aufnahme vom Pausenstandort am Gewerbegebiet von BDADas Baumaterial wurde über die Höhe der Bordkante des LKW geladen – Aufnahme vom Pausenstandort am Gewerbegebiet von BDA

Steinbruch der Hollizier Baustoffwerke - Unternehmen der CEMEX-GruppeSteinbruch der Hollizier Baustoffwerke – Unternehmen der CEMEX-Gruppe

Die Größe des Materials, das sich dann auf der Straße wiederfindet ist sehr unterschiedlich, stellt aber jedenfalls stets eine Behinderung für die anderen Straßenbenützer dar. In dem von uns dokumentierten Fall, bei dem Steine ein Gewicht von über 300gr und eine Länge von 13cm haben, kann jedoch von einer eindeutigen Verkehrsgefährdung gesprochen werden. Ob nun die Lenker mehrspuriger Fahrzeuge gezwungen sind über die Steine zu fahren und damit eine Beschädigung der Reifen oder der Karosserie riskieren oder die Lenker einspuriger Fahrzeuge einer eklatanten Sturzgefahr ausgesetzt sind, ein derartiger Straßenzustand ist gefährlich.

verlorene Ladung - Fundstücke im Größenvergleich - Länge bis zu 13 cmverlorene Ladung – Fundstücke im Größenvergleich – Länge bis zu 13 cm

verlorenes Baumaterial aus den Hollizer-Baustoffwerkenverlorenes Baumaterial aus den Hollizer-Baustoffwerken

Die zuständige Straßenmeisterei Bruck/Leitha berichtet dazu, daß sich seit Errichtung des Kreisverkehrs im vergangenen Jahr die Häufigkeit derartiger Ereignisse reduziert hat, aber dennoch bis zu zwei Mal pro Woche die Mannschaft zur Entfernung von verlorenem Ladegut ausrücken muß. Ergänzend, daß die Verursacher so gut wie nie zur Verantwortung gezogen werden können weil die Meldung nicht durch diese erfolgt, sondern durch andere Fahrzeuglenker die das Gefahrenpotential richtig einschätzen. Es sei naheliegend, daß es sich um LKW´s handelt, die in Bad Deutsch Altenburg beim Steinbruch laden. Letztlich muß der Steuerzahler für den Arbeitseinsatz der Straßenmeisterei aufkommen.

LKW im Kreisverkehr

Die eigene Wahrnehmung eines mit Steinen übersäten Kreisverkehrs bei dem ein LKW-Fahrer von Bad Deutsch Altenburg kommend in Richtung Gänserndorf weiterfuhr, hat uns veranlaßt zwei Schaustücke mitzunehmen und hier aufzuzeigen.

Dieser verlorene Stein hat ein Gewicht von knapp 0,33 kgDieser verlorene Stein hat ein Gewicht von knapp 0,33 kg

Die Straßenmeisterei, wie auch die Polizei hatte von diesem verlorenen Ladegut noch keine Meldung vorliegen. Dies bedeutet, daß sich auch dieser LKW-Lenker verantwortungslos nicht um das verlorene Baumaterial kümmerte und einfach weiterfuhr. Es darf angesichts der Menge, Art und Beschaffenheit des Steinmaterials bezweifelt werden, daß er diesen „Abwurf“ akustisch oder visuell nicht wahrgenommen hat, weil auch laufende Kontrollblicke in die Seitenspiegel während des Befahrens des Kreisverkehrs, ggf. mit einem Aufleger oder Kipper, als obligatorisch anzusehen sind.

Reifenschäden sind zu befürchten - das Überfahren von kantigen Steinen kann zu nicht sichtbaren Schäden der Karkasse führenReifenschäden sind zu befürchten – das Überfahren von kantigen Steinen kann zu nicht sichtbaren Schäden der Karkasse führen

Bei einem Gespräch mit der Verwaltung der Hollizer Baustoffwerke in Bad Deutsch Altenburg wurden wir an das Gebietsbüro der CEMEX-Gruppe in Langenzersdorf verwiesen. In einer schriftlichen Sachverhaltsdarstellung übermittelten wir eine Fotodokumentation und ersuchten:

Wir möchten Sie im Sinne der Verkehrssicherheit darum ersuchen, auf die zuständigen Verantwortlichen Ihres Unternehmens einzuwirken, die Beladung von Lastkraftfahrzeugen künftig nur mehr in solcher Form vorzunehmen, daß den gesetzlichen Erfordernissen auch Rechnung getragen wird und zeitgleich auf die Frächter einzuwirken, daß Lenker die Fahrgeschwindigkeit auch der tatsächlichen Beschaffenheit der Ladung anpassen.

Nach Einlangen der Reaktion des Konzerns werden wir darüber berichten und die Weiterentwicklung beobachten.

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