Streunende Hunde stellen eine potentielle Gefahr für alle Straßenbenützer dar

herrenloser Hund auf der B9

(Hainburg) Innerhalb von nur vier Tagen konnten wir im Stadtgebiet von Hainburg/D. zwei herrenlose Hunde auf öffentlichem Straßengrund antreffen, die real eine Gefahr für alle nur erdenklichen Verkehrsteilnehmer darstellen. Ob sich diese offensichtlichen Mischlingshunde nun auf dem Gehsteig bewegen, auf der Fahrbahn spazieren, oder diese queren – die Bandbreite einer Gefährdung ist sehr vielfältig, da kein Mensch in der Lage ist, das Wesen der Tiere tatsächlich beurteilen zu können, abgesehen von deren Besitzer. Allzuoft kann man Berichte in Medien wahrnehmen, die eher von Bissen als von Kollisionen mit Fahrzeugen berichten. Und weil man das Wesen der jeweiligen Individuen nicht kennt, gilt es auch selbst für Hundebesitzer, beim Zusammentreffen mit solchen Fremdtieren Vorsicht walten zu lassen. Ein gutgemeinter Versuch, das herrenlose Tier mit Lockungen und Zureden einfangen zu wollen und mit einer Leine oder sonstigen provisorischen Behelfen zu sichern, sollte stets unter Berücksichtigung eines jederzeit möglichen Angriffes des Tieres ggf. aus Bedrängnis- oder Angstempfinden erfolgen.

In beiden Fällen, mit denen wir jüngst konfrontiert waren, war es nicht möglich, dieses Unterfangen einem Erfolg zuzuführen. Der braune Hund wurde von uns am 26.9.09 gegen 12:15 Uhr auf der Fahrbahn der Carnuntumstraße angetroffen. Als der Hund die Leine wahrnahm, mit der wir uns annäherten, bog er schnurstracks auf ein Grundstück ab und verschwand im Gebüsch. Der schwarze Spitzmischling (siehe Foto oben), der am 30.9.09 um 10:35 Uhr auf dem Gehsteig der Landstraße (B9) etwa 200 Meter vor dem Wiener Tor spazierend gesichtet wurde, ließ erst gar nicht mit sich sprechen, sondern entschwand offensichtlich in einem nächst gelegenen Anwesen. Er nützte die Gelegenheit eines unbeobachteten Augenblicks, während sich unser Mitarbeiter abwandte um die Leine aus seinem Fahrzeug zu holen.

Der Streuner, der auf der Carnuntumstraße angetroffen wurdeDer Streuner, der auf der Carnuntumstraße angetroffen wurde

Beide Hunde waren weder mit Halsband noch mit einer Hundemarke versehen. Eskalieren kann jedoch auch ein unvermutetes Zusammentreffen mit einem Hundeführer, der seinen Hund ordnungsgemäß an der Leine führt. Auch diesen Fall der Begegnung der besonderen Art hatten wir zurückliegend, als ein allseits bekannter Streuner (Golden Retriever) nächtens um eine Straßenecke in die Hummelstraße bog und die Hunde einander keineswegs freundschaftliches Gehaben artikulierten, und der Ausreißer auf den angeleinten loszugehen drohte. Da fragt man sich als verantwortungsbewußter Hundehalter, wie man dazu kommt, daß diese namentlich bekannten Halter Gefahren und Schäden billigend in Kauf nehmen, indem sie verantwortungslos mit dem permanenten Entweichen ihres Hundes vom Grundstück umzugehen pflegen, ohne diesem Verhalten ihres Tieres einen wirksamen Riegel vor zu schieben.

Update vom 15.10.09: Der genannte Hund konnte am 13.10.09 um 10:55 Uhr, diesmal in der Carnuntumstraße, angetroffen werden. Update vom 15.10.09: Der genannte Hund konnte am 13.10.09 um 10:55 Uhr, diesmal in der Carnuntumstraße, angetroffen werden

Nur zur Vervollständigung: Der Hund querte zuvor, ohne auf den Verkehr zu achten, die Fahrbahn ...Nur zur Vervollständigung: Der Hund querte zuvor, ohne auf den Verkehr zu achten, die Fahrbahn …

Abgesehen von der Bißgefahr besteht bei herrenlosen Hunden jederzeit die Gefahr, daß sie zwischen parkenden Kraftfahrzeugen auftauchen um Fahrbahnen zu queren. Das Verreißen des Lenkrades, ein Folgeunfall mit weiteren Fahrzeugen bis hin zur Kollision mit dem Tier, die dieses schwer verletzen kann, sind nur einige der Szenarien.

Wie unsere Recherchen ergeben haben, sind im Gemeindegebiet von Hainburg etwa 4-5 bekannte Streuner unterwegs. Die Bezirkhauptmannschaft Bruck an der Leitha teilte mit, daß im gesamten Bezirk kein Tollwutsperrgebiet mehr existiert, sondern die Region als Impfgebiet ausgewiesen ist. Das bedeutet, daß in regelmäßigen Abständen gegen Tollwut präparierte Köder von Flugzeugen ausgeworfen werden.

Im Falle einer Begegnung eines herrenlosen Hundes auf öffentlichen Straßengrund empfehlen wir die nächst zuständige Polizeiinspektion (PI Hainburg Tel.: 059133 – 3324-100) zu verständigen. Gegen einen Versuch, den Hund unter Berücksichtigung der zuvor angeführten Aspekte selbst einzufangen, gibt es keine Einwände. Wenn es möglich war, den Hund zu sichern, sollte der nächste Tierschutzverein zwecks Abholung kontaktiert werden. Für den Bezirk Bruck/L. ist dies das Tierheim Bruck (Telefon: 02162-65426). Das gleiche gilt auch für den Umstand, wenn auf ihrem Grundstück ein fremder Hund auftaucht. (Die Sach[not]wehr im Falle eines Angriffes durch das Tier bleibt hiervon unberührt.)

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