Kulturfabrik Hainburg – “Stille Nacht” wörtlich genommen

Stille Nacht in der Kulturfabrik Hainburg

(Hainburg – NÖ) Was waren das doch im Jahr 2007 für Adventfeierlichkeiten, verbunden mit einem Weihnachtsmarkt, die tausende Menschen in die Kulturfabrik Hainburg strömen ließen! Selten, daß uns eine Veranstaltungsreihe so beeindruckte, daß wir in „Bravouröser Erfolg des Pilotprojektes Adventmarkt in der Kulturfabrik“ titelten. Im Jahr darauf, 2008 unter der Betrachtungsweise der Meßlatte von 2007 war uns das Dargebotene keine Zeile der Berichterstattung wert. Keineswegs soll damit das Engagement der in der Kulturfabrik Hainburg tätigen Vereine geschmälert werden, denen stets Anerkennung und Respekt vor ihrer Arbeit gezollt werden soll. Aber das auf dem Areal zur Begrüßung der Besucher aufgestellte Schild mit „Adventmarkt“, dem wurde inhaltlich keineswegs mehr Rechnung getragen.

Der Absturz des Adventmarktes im Jahr 2008 - hier reihten sich im Jahr zuvor ein Stand neben dem anderenDer Absturz des Adventmarktes im Jahr 2008 – hier reihten sich im Jahr zuvor ein Stand neben dem anderen

Nur ein Bruchteil von Ständen in Gegenüberstellung des Vorjahres ermöglichte der viel geringeren Anzahl der Besucher auch nur im Ansatz das zu bieten, womit im Jahr zuvor Furore gemacht wurde. Dr. Markus WACHTER als verantwortlicher Leiter der Kulturfabrik wurde 2008 von uns befragt, wie es zu diesem „Einbruch“ der Adventveranstaltung kam. WACHTER reduzierte sich inhaltlich auf die Aussage, daß die Form und das Angebot des Weihnachts- und Adventmarktes auf den Wunsch der Vereine zurückzuführen sei.

Foto vom Adventmarkt in der KUFA aus 2008Als ob es 2007 niemals gegeben hätte, spielte sich der „Advent- und Weihnachtsmarkt“ in diesem Jahr wieder, wie in den vielen Jahren zuvor, auf dem Hauptplatz von Hainburg/Donau vor der Kirche ab. Unter Beteiligung des Roten Kreuzes Hainburg, Firma AHA-Bau, Kindergarten Landstraße und Elternbeirat, der Volkshilfe, Lions Hainburg, der Kulturerbe Gesellschaft Mittelalterstadt Hainburg, der Evangelischen Pfarrgemeinde und der Spielgemeinschaft Stadtkapelle Hainburg AT – Musikverein Wolfsthal. Geboten wurden einiges an Süß- und Kleinspeisen, mehr an Getränken und weniger an Figürlichem. Natürlich bemühten sich auch die diesjährigen Teilnehmer, und auch ihnen ist zu danken – zu danken dafür, daß sie ein Mindestmaß an einer Lokalität einrichteten, die an einen Advent- und Weihnachtsmarkt angelehnt ist.

Momentaufnahme vom Adventmarkt 2009 am HauptplatzMomentaufnahme vom Adventmarkt 2009 am Hauptplatz

Wir maßen uns die Beurteilung der Arbeit von WACHTER in Petronell in Ermangelung eigener Beobachtungen und Erkenntnisse nicht an, aber lassen wir die vergangenen Jahre unter Berücksichtigung der Meinung der Bürger zur Entwicklung der Kulturfabrik und unserer eigenen Wahrnehmungen zu dieser Veranstaltungsörtlichkeit Revue passieren, dann könnte man in Anlehnung an das bevorstehende Weihnachtsfest dem Christkind nur noch schnell einen Brief schicken und um einen neuen Leiter dieser Veranstaltungsstätte betteln. Man stellt sich die Frage, ob diese Einrichtung des Landes nicht langsam zu einem kostenintensiven Prestigeobjekt verfällt, denn was dort geboten wird und was im Vorfeld an Hoffnung der Bürger in diese Investition gesetzt wurde, das kann man gut und gerne als „diametral gegensätzlich“ bezeichnen.

Momentaufnahme vom Adventmarkt 2009 am HauptplatzMomentaufnahme vom Adventmarkt 2009 am Hauptplatz

Die Textzeilen „Stille Nacht, heilige Nacht, alles schläft, einsam wacht“ hat unserer Ansicht nach WACHTER leider zu wörtlich genommen. Betrachtet man die Kulturfabrik Hainburg in der Vorweihnachtszeit, so verleitet die dortige Atmosphäre keinesfalls zur Besinnlichkeit (siehe 1. Foto), sondern nur zur Nachdenklichkeit mit definitiv ablehnender Einstellung gegenüber des Managements.

Die Kontinuität eines Privatengagements als Kontrast: seit einigen Jahren bietet Thomas FAULHUBER für Freunde, Bekannte und Nachbarn in der König-Ottokar-Straße in Hainburg ein privates Straßenfest zum Nikolo. Die Kontinuität eines Privatengagements als Kontrast: seit einigen Jahren bietet Thomas FAULHUBER für Freunde, Bekannte und Nachbarn in der König-Ottokar-Straße in Hainburg ein privates Straßenfest zum Nikolo

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