Das ist das Letzte: so sieht eine öffentliche WC-Anlage einer Stadt aus

Damen WC

(Hainburg) Während einer Veranstaltung wurden wir von einer Bürgerin auf einen Mißstand in einer öffentlichen WC-Anlage beim Wienertor-Parkplatz in der Stadt Hainburg an der Donau aufmerksam gemacht. Nachdem wir bereits seit einigen Jahren die Serie „Tankstellen WC-Check“ betreiben und die grundsätzliche Ansicht vertreten, daß Toiletten eine Visitkarte eines Unternehmens, in diesem Falle einer Kommune, darstellen, sind wir auch schon einiges an Zuständen öffentlich zugänglicher Sanitäreinrichtungen gewöhnt. Am darauffolgenden Tag begaben wir uns zu der Örtlichkeit, die vornehmlich Touristen frequentieren, die die Mittelalterstadt Hainburg besuchen und von dort aus ihren Stadtrundgang starten, um einen Lokalaugenschein vorzunehmen.

der desolate Zustand des Herren WC´sder desolate Zustand des Herren WC´s

Was sich uns dort allerdings präsentierte, übertraf bei weitem alles bis dato Gesehene. Schon beim bloßen Öffnen der Türe des Damen WC´s wähnt man sich in einem gefliesten Pissoir zu stehen, eine unterhalb der Eingangstüre hindurchrinnende Urinlacke läßt die Vermutung zu, daß Personen mit einem dringenden menschlichen Bedürfnis erst gar keinen Schritt mehr weiter in das Objekt hinein wagen und sich nächst der Eingangstüre erleichtern. Pfui Teufel noch einmal.

die öffentliche Toilettenanlage der Stadt Hainburg am Wienertor-Parkplatz im Stadtzentrumdie öffentliche Toilettenanlage der Stadt Hainburg am Wienertor-Parkplatz im Stadtzentrum

Der Stadtverwaltung kann wohl bezüglich eines abmontierten Heizlüfters, der offensichtlich gestohlen wurde, nur eingeschränkt ein Vorwurf zu machen sein, aber es gibt die Möglichkeit, die Heizung hinter einem Gitter wenigstens halbwegs vor Diebstahl zu sichern.

ein Pissoir fehlt - kaum vorstellbar, daß solche "Schmuckstücke" für den Hausgebrauch Verwendung findenein Pissoir fehlt – kaum vorstellbar, daß solche „Schmuckstücke“ für den Hausgebrauch Verwendung finden

Alle anderen sanitären Mißstände, die eindeutig als skandalös zu bezeichnen sind, weil bestimmte Bereiche der Toiletten augenscheinlich noch niemals mit einem Putzlappen Bekanntschaft gemacht haben dürften, fallen jedoch sehr wohl unter mangelhafte Hygiene und Kontrolle. Ein Besucherhinweis, der an einer Tür angebracht wurde, zeugt jedenfalls davon, daß sich die Schmierereien seit 5 Jahren darin befinden (siehe Foto unten). Fachleute, die es gilt empfehlenswerter Weise in diesem Fall zu konsultieren, können Kommunen mit Rat und Tat zur Seite stehen – zu finden in den Gelben Seiten jedes Telefonbuches.

Schmierereien, wo man hinblickt - Verantwortungsbewußtsein der Benützer ist gefordert, da letztlich jeder Bürger für den Schaden aufkommtSchmierereien, wo man hinblickt – Verantwortungsbewußtsein der Benützer ist gefordert, da letztlich jeder Bürger für den Schaden aufkommt

Einer vertraulichen Quelle aus dem Rathaus folgend, beinhaltete der Rechnungsabschluß für öffentliche WC-Anlagen in der Stadt Hainburg für das Jahr 2008 einen Geldaufwand von 21.000.- Euro (öS 289.000.- od. 42.000.- DM). Haben sich da jetzt Einige den Lebensvorrat an Klopapier angeeignet, oder steht irgendwo ein Klobesen aus purem Gold?

Kalk- & Urinstein bilden sich nicht innerhalb weniger Tage - ekelhaftKalk- & Urinstein bilden sich nicht innerhalb weniger Tage – ekelhaft

Die unverzügliche Sperre dieser Bedürfnisanstalt und die Instandsetzung wären dringend anzuraten, bevor vielleicht ein Amtsarzt vorbeischaut und die behördliche Sperre wegen Gesundheitsgefährdung anordnen müßte. Wenn dann alles fertig ist, könnten wir gemeinsam den Tag der offenen Tür dort feiern oder vielleicht besser doch nicht, wegen des Anstandes.

Ein Besucher verewigte sich im Jahr 2004 ...Ein Besucher verewigte sich im Jahr 2004 …

Dank an die Bürgerin, Sie sehen wir kümmern uns wirklich um jeden Schei…

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