Bei Sanierung der Kanaleinläufe trat vorangegangener Pfusch zu Tage

Kanalzugang

(Hainburg) Seit einigen Tagen ist ein Bauunternehmen durch die Stadtgemeinde Hainburg/D. mit der Sanierung von Kanaleinläufen beschäftigt. Die unterschiedlich schlechten Zustände derer sind Ortsansässigen, wie auch Autofahrern (Beispiel B9 ca. 100m vor dem Wiener Tor in Fahrtrichtung Staatsgrenze) bestens bekannt. Ausbrechender Asphalt sowie Niveau-Absenkung des Kanalgitters und/oder des angrenzenden Fahrbahnbereiches sind vielerorts augenscheinlich. In unregelmäßigen Abständen werden Firmen oder der städtische Bauhof mit den Reparaturarbeiten beauftragt.

Während der gegenwärtigen Arbeiten in der Hummelstraße, bei denen der umliegende Asphalt der Kanalzuläufe abgetragen und eine Neueinfassung der Metallkonstruktion vorgenommen wird, kamen wir mit einem Bauarbeiter ins Gespräch. Wir erzählten ihm, daß deren Zustand ein Dauerproblem ist, da immer wieder Reparaturen durchgeführt werden und auftretende Schäden, auch für Nichtsachkundige klar erkennbar sind. Mit Erstaunen vernahmen wir, daß der Arbeiter keineswegs über den schlechten Zustand der Kanalzuläufe verwundert ist. Er gab an, daß, wie im gegenständlichen Fallbeispiel aufgezeigt, bei der Einfassung GEPFUSCHT worden sei. Der Kanalzulauf wäre anstatt mit Beton und somit festsitzend, einfach mit losem Schotter, versetzt mit Sand umschlossen worden. Damit hätte er keine Stabilität. Auf diese unzureichende Einfassung wurden dann etwa 2cm Asphalt aufgetragen. „Das kann niemals halten„, so der Facharbeiter.

Pfuscherei: loser Schotter mit Sand vermischt befand sich unter der 2cm-AsphaltdeckePfuscherei: loser Schotter mit Sand vermischt befand sich unter der 2cm-Asphaltdecke

Der Bauarbeiter zeigte uns durch Auskratzen mit einem Krampen wie tief das lose „Befestigungsmaterial“ reicht. Da stellt sich dann die Frage, wer diese Pfuscherei zu verantworten hat, sollte sich der unfachmännische Einbau bestätigen.

jetzt: ordnungsgemäßer Umschluß des Kanaleinlaufgitters mit Betonjetzt: ordnungsgemäßer Umschluß des Kanaleinlaufgitters mit Beton

Wir nahmen mit Bürgermeister Karl KINDL (ÖVP) Kontakt auf und schilderten den Sachverhalt. Monierten auf Grund dieser aktuellen Feststellungen, deren unfachmännische Ausführung in weiterer Folge auch durch den Bautechniker Ing. TÜRK bestätigt wurde, den Umstand, daß seit einigen Jahren im Bauamt des Rathauses keine einschlägig fachlich ausgebildete Person mehr beschäftigt sei, die Bauarbeiten überwachen bzw. Ausführung kontrollieren könne. KINDL teilt nach hausinternen Erhebungen mit, daß im Bereich der Hummelstraße in den letzten Jahren kein Austausch der Kanalzulaufgitter erfolgt ist. Kleinere Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten fielen immer wieder an. Spontan kann nicht erhoben werden, ob die unsachgemäße Bauarbeit durch eine Fremdfirma oder den städtischen Bauhof zu verantworten ist.

Wir ersuchten den künftigen Ressortleiter für Straßen, Gassen und Plätze, Str. Ing. Robert TÜRK (Liste Hainburg) zu einem Lokalaugenschein. Diesem wohnte auch der Facharbeiter der ausführenden Baufirma bei. Nach Schilderung und Erklärung durch den Arbeiter sowie Begutachtung unserer Fotos, teilte uns TÜRK mit, daß die bei dem Kanaleinlauf vorgenommene Einfassung unter Verwendung von losem Material nur ein Provisorium darstellt und nicht für eine Dauerbelastung geeignet ist. „Die Angaben des Bauarbeiters sind meiner Ansicht nach inhaltlich richtig„.

Der Baufacharbeiter mit Ing. Türk im GesprächDer Baufacharbeiter mit Ing. Türk im Gespräch

TÜRK in seinem abschließenden Statement:

Wir brauchen Jemanden kompetenten in der Bauabteilung, der technisch versiert ist und jedenfalls durchzuführende Arbeiten fachlich überprüfen kann.

Berücksichtigt man abgesehen von der festgestellten Pfuscherei bei dem/n Kanaleinlaufgitter(n), die zunehmenden Bauvorhaben in der Stadt – Stichwort GÜPL, dann ist jetzt die Politik gefordert.

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